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Unterkunft:
Hotel Rifugio Prategiano Locanda Prategiano 45 58026 Montieri
Absolut empfehlenswert. Mit Pool und Whirlpool, Pferdeställe und Reitausflüge etc. Gekocht wird gut und rustikal. Es wird auch deutsch und englisch gesprochen. Liegt aber ruhig und abseits in den Wäldern. Wer
bevorzugt Kultur und Sehenswürdigkeiten der Toskana besuchen möchte sollte sich verkehrsgünstiger nahe einer Autobahn platzieren.
Sehenswürdigkeiten:
- Vetulónia: Beginnen sollte man mit den etruskischen Stadtresten “Scavi di cittá” kurz vor dem Ort. Dort erhält man auch einen deutschen informativen Kurzführer (umsonst!). Anschließend
sollte man das “Tomba della Pietrera” nicht versäumen und ggf. noch kurz das “Tomba del Diavollino 2”. Ein kurzer Gang durch das Dorf zur etruskischen Mauer lohnt auch. In
der Nähe gäbe es noch Rosallo - wer noch mehr von den Etruskern sehen will.
- Sasso Pisano: Fauchender Schwefeldampf, eine Mischung aus traumhafter mediterraner Vegetation und skuriler Mondlandschaft - das hat man nicht oft. Absolut zu empfehlenende Wanderung!
- Massa Marítima: Wenn es genau auf dem Weg liegt, kann man 20 Minuten für die Domfassade investieren. Jedes 2. Städtchen der Toskana bietet mehr Flair und mehr alte Häuser.
- San Galgano: Lohnt einen Umweg, um dort ein knappes Stündchen die Vergänglichkeit auch großer gotischer Kathedralen zu bestaunen.
- Siena: Ein MUSS! Wer wenig Zeit hat, sollte mindestens eine Stunde in und vor dem Dom verbringen. Dann noch in das Dommuseum, um zur Ausblicksplattform auf dem einzigen Bogen des nie vollendeten neuen
Mittelschiffs zu gelangen. San Domenica und (auf dem Weg dahin) Fontebrando lohnen auch.
- Monteriggioni: Wirklich ein Bilderbuchstädtchen. In 1 Stunde ist man durch. Lohnt aber doch einen kleinen Umweg. Mitte Juli während des Mittelalterfestes sollte man nicht vor 18:00 Uhr eintreffen.
- San Gimignano: Der ideale Ort für einen Bummel bei Sonnenuntergang und ein schönes Abendessen.
- Talamone: Muß man nicht hin. Aber man kann dort gut essen.
- Monte Argentario: Die Villen-Halbinsel der Reichen. Da sich alles hinter hohen Mauern abspielt erschien es uns nicht so toll. Auf dem Damm dorthin kann man aber super im Meer baden. Porto San. Stéfano
erwacht erst nach 20:00 Uhr zum leben. Wirklich schön ist der Ort aber nicht.
- Brenna - Alta Merse: Sehr schön und meist schattig zum Wandern, kurzweilig da man Burgruine und Wasserbaureste aus dem Mittelalter sieht. Immer wieder Bademöglichkeiten. Wer von Brenna kommend an der
Pizzeria Vicchio Tinaio weiterfährt bis zum Parkplatz an der Merse, der findet entlang des Flußes viele nette Liege- und Bademöglichkeiten (das ist aber keinesfalls der Start der Wanderung, die oberhalb des
Flusses beginnt!).
- Montieri: Das Dorf träumt von Tourismus - es ist aber noch nicht so weit.
- Radda: Mitten im Chianti gefiel uns die Stadt sehr gut. Es gibt zwar einen mächtigen Touristenrummel, hat aber trotzdem noch Flair.
Reiseführer
- Rolf Goetz: Rother Wanderführer Toskana Süd; Bergverlag Rother, München, 2011; ISBN 978-3-7633-4169-6
50 Touren. Die 2 von uns ausprobierten Wanderungen waren insgesamt gut beschrieben und enthielten
wenige Fehler. Absolut empfehlenswert.
- Nana Claudia Nenzel: Reise-Handbuch Toskana; DuMont-Verlag, Ostfildern, 2011; ISBN 978-3-7701-7705-9
Handlich. Gut für Kurzentschlossene, die nicht lange blättern wollen, da konkrete Auto- und
Wander-Touren empfohlen werden. Wer vor Ort noch ein paar kleinere Sehenswürdigkeiten in der Nähe sucht, bräuchte noch einen weiteren dickeren Führer im Auto, da sich dieser Führer klar auf das Wesentliche
konzentriert. Wir waren sehr zufrieden damit.
Lokale
- Talamone: Locanda dei Mille, Via Peretti, Tel. +39 0564-1835529: Ungewöhnlich gemachte Gerichte mit lokalem Bezug. Ein bisserl Salz hätte dem Essen aber gut getan.
- San Gimignano: Ristorante Antica Macelleria, Via Dei Marsili 1/3, Tel +39 0577942228. Die klassichen toskanischen Gerichte richtig gut gemacht. Und man sitzt draußen sehr angenehm in der ruhigen
Seitenstraße.
- Montieri:
Trattoria “Il Convento”, Via Roma, 24, Tel. +39 0566 997615. Liegt etwas versteckt im Hinterhof neben der Carabinieri. Sehr nett eingerichtet und eher familiär. Der Kellner ist leider ein Stoffel und der Chef hat keinen rechten Überblick über seinen Weinbestand. Aber kochen können sie dort. Klassische deftige toskanische Küche.
Reisezeit
Im Juli war das Wetter meist gut und in den waldigen Hügeln nicht zu heiß. Überall blühen Kornblumen, Mohn und Sonnenblumen. Der Augustansturm ist noch nicht hereingebrochen. Die toskanische Küche, die noch leeren
offenen Kamine in den Lokalen etc. schreien aber eigentlich nach einem Besuch im Herbst.
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