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Urlaube
Kurzreisen
London

vom 08.05. bis 13.05.2010 waren wir in London.

Eigentlich war es ziemlich kalt (zum Glück zeitgleich in Deutschland noch viel kälter!) - aber wir konnten gleich lernen, daß die Engländer nie frieren! Während wir in der Winterjacke schlotterten, fahren die in Miniröckchen bzw. T-Shirt mit dem Rad rum. Bemerkenswert.

Unser Hotel “Novotel London Waterloo” am Lambeth Palace erwies sich als perfekt gelegen: Ziemlich nah an der U-Bahn und Westminster zu Fuß zu erreichen. Als Business-Hotel hatte es natürlich nicht den Charme eines Londoner Altbaus.

Sonntag: Am Sonntag sind wir zum Camden-Market, wo wir zum Frühstücken die empfehlenswerte Kette “Prêt à manger” entdeckt haben. Das Viertel hat einen netten alternativen Charme. Camden-Lock-Market ist sicher nur für Touristen hergerichtet - aber was soll’s, wir waren ja Touristen! Keinesfalls verpassen sollte man die Stable-Markets: Die sind wirklich spektakulär hergerichtet mit Unmengen Bronce-Pferden - modern aufgehübscht aber trotzdem mit viel altem Flair.Stables Market 400

Daraufhin sind wir zum Primrose-Hill gelaufen. Der erhoffte Ausblick war mau, der Park fad, aber die Häuser drum rum sehr nobel.

Nachmittags waren wir im Parlamentsviertel unterwegs. Westminster Abbey mit seinen sehr eigenwilligen und oft wechselnden Öffnungszeiten (unbedingt vorab informieren!) hatte schon zu. Dafür konnten wir das Parlament in Aktion sehen, da David Cameron gerade seine Koalition bildete und auf jedem Schritt von Hubschraubern und Kamerameuten verfolgt wurde. Vor Whitehall war ständig eine Menschentraube. Der Hubschrauberlärm hat schon genervt - aber dafür waren wir sehr nah am Geschehen.

Abends sind wir mit dem Zug nach Wimbledon (problemlos) und dann zu Fuß zur Hunderennbahn (dumme Idee). Dort ist man ewig unterwegs. Das Gebäude der Hunderennbahn ist von nicht zu übertreffender Schäbigkeit. Die Atmosphäre während der Rennen war schon gut. Aber soooo aufregend ist es jetzt auch nicht, daß man da unbedingt hin muß. Petras Strategie auf die Farben der Hundeleibchen zu setzen erwies sich als weniger lukrativ, als meine Strategie immer beim 2.-Platzierten auf “Platz” zu wetten. Mit dem gewonnenen Geld haben wir uns dann eine Taxifahrt zum Bahnhof geleistet. Mit so einem geräumigen Auto wollten wir immer mal chauffiert werden.

Montag: Im Zug nach Hampton Court haben wir unser mitgebrachtes Frühstück verspeist. Dieses Schloß ist eine phantastische Sehenswürdigkeit: Perfekt erhalten/restauriert, liebevoll erklärt und zum Leben erweckt und voller Geschichte. Alleine in der Schloßküche haben wir uns gefühlte 2 Stunden aufgehalten (was auch dem etwas langatmigen Audioguide geschuldet ist.) Aber die haben dort wirklich Feuer gemacht in der Fleischbräterei, es hat tatsächlich nach Eintopf gerochen etc. Auf der Terrasse im Tiltyard Café sollte man unbedingt Meat-Pies essen!

Abends hat Uli noch die Tate-Gallery mit der umfangreichen Turner-Ausstellung besichtigt.

Dienstag: Vormittags haben wir es endlich in die Westminster Abbey geschafft. Zusammen mit dem Audioguide kommt man schon sehr ins Staunen über die tollen Gewölbe, Kunstwerke etc. 3 Stunden waren wir in dieser Kirchen.

Am Ende waren wir gerade noch rechtzeitig für den Horse-Guard-Wachwechsel. Die stehen aber nur mind. 20 Minuten unbewegt rum und lassen die blitzenden Uniformen photographieren. Wer’s verpaßt, hat seinen Urlaub auch nicht verdorben.

Der Weg zwischen St. Pauls Cathedral und Tower Bridge ist gastronomische Wüste. Wer dort versehentlich landet sollte bei der nächstbesten Gelegenheit Nahrung beschaffen. Kurz vor dem Hunger-Kollaps haben wir aber einen netten Pub gefunden, in dem man im 1. Stock sehr kultiviert “Steaks&Ale-Pie” und “Fish&Chips” essen konnte.

Abends ging es dann (nach kurzer und vergeblicher Shopping-Tour) in das Lokal “Rules”: Dem ältesten Lokal Londons mit eigenen Jagdgründen und eigenen Galloway-Rindern. Wir haben königlich gespeist, konnten die skurrilsten Gäste bestaunen und den formvollendeten Service bewundern (bis man am Tisch sitzt, hat man Kontakt mit mind. 4 spezialisierten Angestellten). Noch nie haben wir ein derart perfektes Steak gegessen.

Mittwoch: In High-Street-Kensington haben sehr angenehm im U-Bahn-Gebäude gefrühstückt (incl. leckerem Keks von Ben’s Cookies). Hyde Park erwies sich als komplett langweilig (zumindest bei kühlem Wetter). Das Natural History Museum dagegen .ist sehenswert. Einige Abteilungen sind klar nur für Kinder. Doch ansonsten wird die Naturgeschichte durch unglaubliche, spektakuläre Einzel-Exponate nähergebracht, daß man wirklich in’s Staunen kommt. Zudem ist alles schön beschriftet und erklärt. Dazu ansprechend beleuchtet.

Nicht weit davon entfernt ist Harrod’s, wo wir vermutlich alle Abteilungen besichtigt haben. Abends ging es dann mit Einkaufstüten in das Musical “Wicked” im Apollo-Theater das ganz ordentlich ist. Einige Sänger waren sogar sehr gut. (Ein paar Jahre später ist dort der Balkon eingestürzt. So schlimm hat es bei unserem Besuch gar nicht ausgesehen.)

Donnerstag: Den Vormittag haben wir im Tower verbracht. Das war beeindruckender, als gedacht. Eine echte original normannische Burg mit allem was dazugehört. Auch wenn man länger anstehen sollte (wir hatten Glück) lohnt das definitiv.

Nach einem gemütlichen Essen im Pub sind wir noch in die Tate-Modern-Gallery, die die Kunst herrlich systematisch näher bringen will. Ein didaktisches Konzept, das uns sehr gefallen hat.

Dann mußten wir auch schon zum Flughafen Heathrow, wo man den Eindruck hat, dass man schon zu Fuß nach München gelaufen ist, wenn man endlich am Gate ist.

von Uli & Petra Bähr, geändert am 31.12.2015.
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