Malaga-Granada

Mit dem Flieger ging es von München nach Malaga. Dort haben wir unseren Mietwagen übernommen und gleich zur Parkgarage in Hotelnähe gefahren. Wir sind noch durch Malaga geschlendert - als Stadt hat uns das nicht fasziniert. Aber das Nachtleben lohnt einen weiten Umweg: Ein Bar nach der nächsten, wir haben uns durch die Gassen gefuttert und getrunken.

30.08.15

Wir sind zu den Dolmen von Menga am Stadtrand von Antequera gefahren. Das sind bemerkenswert große Broncezeitgebäude (6.500 Jahre alt) mit akurat behauenen Steinplatten.

Von dort leitete uns das Navi über erstaunliche Umwege zum El Torcal-Naturpark. Das ist letztlich eine Paßstraße durch unglaublich schöne Kartfelsen. Leider war am Ende das Wetter sehr wolkig und so wagten wir dort keine Wanderung.

Dann ging es gleich weiter nach Granada. Am Abend haben gleich einen ausgedehnten Spaziergang durch die Albaicin-Kleinstadt in Granada gemacht: Sehr pittoresk. Den Abend haben wir mit diversen Tapas genossen.

31.08.15

Wir haben uns schon vor Wochen Karten für die Alhambra gesichert. Um 08:30 Uhr war unser Besichtigungs-Slot. In jedem Raum haben wir aufs Neue gestaunt. Die gesamte Alhambra ist ein Kunstwerk.

Am Nachmittag haben wir uns noch den Rest Granadas angesehen. Abends sind wir in der Valle-Gasse zum Essen gelandet - das war uns aber zu touristisch.

01.09.15

Mit dem Auto ging es in die Alpujarras-Schlucht Richtung Pampaneira. Den Ort Lanjaron unterwegs haben wir liegen gelassen - der wirkte fad. In Pampaneira konnten wir gerade noch für ein paar Minuten in das exzellente Informationszentrum am Hauptplatz. In aller Schnelle haben wir einiges Gelernt über Flora und Fauna und konnten noch einen Wanderführer kaufen.

Zu Fuß sind wir in der Mittagshitze nach Bubion hoch. Ein schöner Weg - doch leider bot Bubion keine Bar, kein Lokal. Zurück in Pampaneiera konnten wir dann Kirchenschatten rasten.

Mit dem Auto sind wir durch Capileira (deutlich touristische) und von dort eine geniale Autoroute durch schönste Landschaft mit Pinienwäldchen.

02.09.15

Um’s Eck vom Hotel ist die Capilla Real. Die war klasse. Feinste und prächtigste Renaissance. Die Kathedrale dagegen enttäuschte.

Anschließend wollten wir die Quellen der Alhambra sehen und sind zu einer Wanderung aufgebrochen. Gefunden haben wir sie nicht, aber der Weg war nett.

Abends sind wir zu einer Flamenco-Show in einem Gewölbe im Albaicin-Viertel (Sacromonte). Was wir nicht wußten: Wir wurden nicht nur mit dem Bus hingefahren, sondern bekamen sogar eine kleine nette Führung durch das nächtliche Albaicin. Die Flamenco-Künstler haben uns wirklich sehr gut gefallen.

03.09.15

Mit dem Auto ging es lange durch Olivenhaine bis zum Museum für Höhlenhäuser in Purullena. Das ist absolut sehenswert. Man sieht moderne und historisch eingerichtete Zimmer, die vollständig aus dem Tonerde-Fels gehauen sind. Man erfährt auch noch einiges über weitere Ausflugsziele in der Umgebung. Diese Häuser haben konstant 17 - 21 °C. Für die Belüftung gibt es statt Zimmertüren allenfalls Vorhänge. Kamine sorgen für zusätzlichen Zug. Die Zimmerdecken sind immer Gewölbe, damit es hält. In den 80er Jahren lebten noch alle Bewohner dieser Städte in Höhlenhäusern - heute nur noch ein Drittel.

Etwas weiter liegt noch ein Ort mit Höhlenwohnungen: Guadix. Privatleute führen dort (gegen Geld) ihre eigenen Wohnungen vor - kurios, aber interessant. Vor der Kathedrale gab’s dann in einem Lokal Spieße vom Holzkohlengrill.

Auf der Rückfahrt sind wir noch zu den Dolmen von Gorafe gefahren. Das sind über hundert sehr kleine Grabkammern auf einem kargen Plateau. Tolle Landschaft, über die Gänsegeier kreisen

von Uli & Petra Bähr, geändert am Mittwoch, 30. Dezember 2015.
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