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Vom 25.08.04 bis 15.09.04 waren wir in Kanadas Südwesten. Mit
einem Wohnmobil sind wir durch Vancouver-Island, British Columbia und Alberta gefahren. Die Reise war wirklich klasse: Viel Natur, ein bißchen Geschichte, etwas Kultur - also ziemlich abwechslungsreich
und vor allem enorm erholsam.
Buchung: Gebucht haben wir über Canusa. Die haben uns sehr geholfen 1/2 Jahr vor Abflug noch einen Flug zu finden. Dieses
Reisebüro ist wirklich sehr kompetent und service-orientiert. Man sollte aber wohl besser mind. ein 3/4 Jahr vorher buchen (wenn der Dollar billig ist...)

Reisezeit: Später als wir sollte man vermutlich nicht fahren. Nach Labour-Day reduzieren sich die Öffnungszeiten und die touristischen
Angebote spürbar. Zumindest in unserem Fall war das Wetter schon sehr durchwachsen. Die berühmten Blumenwiesen im Hochgebirge waren schon verblüht. Andererseits konnten wir uns die
Campingplätze frei aussuchen und mußten nirgends reservieren.
Reiseart: Für den Camper spricht: In Kanada will man viel Natur sehen und die tollen Campingplätze in den Wäldern passen da einfach
dazu. Man kann auf jedem Parkplatz Mittagessen - es gibt ja dort nicht ein Gasthaus an jeder Ecke. Allzuviele Hotels oder Privatpensionen haben wir im Osten nicht gesehen. Da wäre man
nicht so flexibel. Andererseits ist ein Camper in Städten lästig - denn in einem engen Parkplatz in Victoria einzuparken ist schon atemberaubend! Schon verständlich, daß viele Kanadier hinter
ihrem Camper ein Auto herziehen. Ein Zelt ist wohl mehr eine Notlösung. Nicht auf allen Campingplätzen gibt es Duschen. Manche Zelt’ler hatten 10 Tage Regen am Stück - keine
Ahnung, wo die ihre Sachen getrocknet haben. Am Morgen sind sie immer in aller Herrgottsfrühe aus dem Zelt gekrochen und haben ein Feuer zum Aufwärmen entfacht. (Wir hatten an einem
Abend 4°C - wer weiß wie kalt es dann in der Nacht wurde.) Die Kochmöglichkeiten sind im Zelt auch arg eingeschränkt. Wer tatsächlich mehrere Tage in Vancouver verbringen will: Dort braucht man kein Auto. Die
öffentlichen Verkehrsmittel sind dort exzellent. Wir haben sehr viele Radler gesehen. Das sollte man sich für die Midlife-Crisis aufheben. Schon
die Strecken zwischen 2 Campingplätzen sind beachtlich und dann sind sieht man doch den ganzen Tag immer das Gleiche. So abwechslungsreich wie das Altmühltal ist Kanada halt nicht.
Routenwahl: Wir sind im Schnitt 240 km am Tag gefahren. 4000 km in der Summe. Die Route
entspricht in etwa 2 Routen des Führers. Wir haben dabei viele Tipps von Freunden vorab gesammelt und dann entschieden, was uns selbst davon interessiert. Es ist schwer vorherzusagen,
wo man am Abend landet: Manche Straßen sind kurvig und langsam, mittendrin bleibt man bei einer Attraktion oder Wanderung länger als erwartet etc. Mehr als unsere 4000 km sollte man sich
in 3 Wochen keinesfalls vornehmen. Wenn das Wetter noch schöner gewesen wäre, hätten wir sicher noch mehr Wanderungen gemacht und hätten die Route abgekürzt.
Wie immer auf Reisen gilt die Regel: Was man machen möchte, sollte man bei der nächst-besten Gelegenheit tun. 5 Orte weiter mag es angeblich noch schöner sein - aber wer weiß ob dort das
Wetter paßt oder die Attraktion dort wegen Streik geschlossen ist.
Hinweise: Vielleicht helfen anderen Kanada-Reisenden die folgenden Tipps:
- Alkohol gibt es nur in Liquor Stores. Die scheinen manchmal etwas versteckt zu liegen. Also: Zugreifen und Mehrtagesvorrat mitnehmen, wenn man einen sieht!
- Wenn irgendwo Autos parken und Leute in eine Richtung schauen: Auch anhalten und mit dem Photo daneben stellen! Meistens betrachten die gerade ein wildes Tier! (Manchmal
machen sie auch nur eine Pinkelpause ...)
- Nicht verwirren lassen:
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